Glauben leben im Urlaub und in den Ferien
Seelsorge unter der Sonne Mallorcas





Portals Nous ( Mallorca ) roman catholic wedding arch.

Hochzeit und Ehejubiläum auf Mallorca.

Der häufigste Grund für eine Hochzeit in der westlichen Welt ist die Liebe. Deshalb werden oftmals alttestamentliche und neutestamentliche Textstellen über die Liebe für eine Trauung in einer Kirche ausgesucht.

Aus einem alttestamentlichen Liebesgedicht, das man im Buch: Hohelied 4, 1 findet. Die Zitate sind der ökumenischen Einheitsübersetzung (s. Bibelwerk) entnommen.

«Schön bist du, meine Freundin,

ja, du bist schön.

Hinter dem Schleier deine Augen wie Tauben»










Hohelied 2, 14 (aus dem Altes Testament)

«Meine Taube im Felsennest, 

versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen,

deine Stimme hören!

Denn süß ist deine Stimme,  lieblich dein Gesicht.»


Hoheslied 6, 9 (Altes Testament)

«Doch einzig ist meine Taube, die Makellose,

die Einzige ihrer Mutter, die Erwählte ihrer Gebärerin.»


Hohelied 2, 12 (aus dem Alten Testament).

»Auf der Flur erscheinen die Blumen;

die Zeit zum Singen ist da.

Die Stimme der Turteltaube ist zu hören in unserem Land.«


Die Liebe von Bräutigam und Braut stehen allegorisch (gleichnishaft/ sinnbildlich) für Christus und seine Kirche. Bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. wurde das Hohelied bei Hochzeiten gesungen. Im Neuen Testament wird von Jesus als Bräutigam und von der Gemeinde, -der zur Hochzeit geladenen Gäste -, als Braut gesprochen (z. B. Matth. 25). So deuten manche Kirchenväter, das Hohelied auf Jesus und die Kirche (lat. ecclesia) um. Maria wird als würdigste Vertreterin der Ecclesia “Braut Christi” genannt. Der Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux schrieb bereits im 12. Jahrhundert 86 Homilien (Predigten) über das Hohelied. https://www.kathpedia.com/index.php?title=Sermones_super_Cantica_Canticorum

Das Hohelied wurde sehr oft auf Maria hingedeutet.  Sie wird als liebliche Braut identifiziert.


Folgende Textzusammenstellung kann als Lesung bei einer Trauung verwendet werden:

E I N F Ü H R U N G
Das Hohelied, das „Lied der Lieder", stammt aus dem 5. oder 4. Jh. v. Chr. und ist eine Dichtung, in der die menschliche Liebe besungen wird. Es liegt nahe, daß die Erfahrung menschlicher Liebe im Grund eine religiöse Erfahrung ist; sie macht den Menschen fähig, das Geheimnis Gottes zu ahnen. Von der Macht seiner Liebe ist alle menschliche Liebe ein Abbild.


Lesung aus dem Hohenlied                                     Hld 2,8-10.14.16a; 8,6-7

2:8    Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel.
2:9    Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. Ja, draussen steht er an der Wand unsres Hauses; er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter.
2:10   Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne,
so komm doch!
2:14   Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen, deine Stimme hören! Denn süss ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht.
2:16   Der Geliebte ist mein, und ich bin sein;
8:6    Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm!
Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen.
8:7    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.

_________________________________________

Wer sich wissenschaftlich mit den Hohenliedkommentaren befassen möchte, der kann einen Blick auf den Kirchenvater Hippolyt werfen. Literatur: Prof. Ernst Dassmann, „Ecclesia vel anima:
Die Kirche und ihre Glieder in der Hoheliederklärung bei Hippolyt, Origenes und Ambrosius von Mailand“, in Ausgewählte kleine Schriften zur Patrologie, Kirchengeschichte und christlichen Archäologie [ed. G. Schöllgen; Jahrbuch für Antike und Christentum: Ergänzungsband 37; Münster: Aschendorff, 2011], 9); repr. aus: RQ 61. [1966]: 121–144).


Beliebte Kirchen auf Mallorca für eine katholische Trauung sind neben der Kathedrale auch die Innenstadtkirche Sant Nicolau (die Kirche des heiligen Nikolaus).


Da die Kirche Sant Nicolau über ein wunderbares Taufbecken verfügt, ist sie bei Tauffamilien gleichermaßen beliebt.


San Nikolao zählt zu den ältesten Kirchen Palmas. Die neue digitale steuerbare LED Innenbeleuchtung ermöglich eine spirituelle Gottesdienstgestaltung und wird von Hochzeitsfotografen und Videographen besonders geschätzt.


Die Kirche des heiligen Nikolaus befindet sich in der Calle Orfila 1 in Palmas Altstadtzentrum am Placa del Mercat (wenige Meter vom Caixaforum Palma entfernt).


______________________________________________


Hochzeit
"Vor Gottes Angesicht nehme ich dich an ..."
Liebes Brautpaar,
Christen verstehen die Ehe als Lebens- und Liebesgemeinschaft, in der Mann und Frau einander ganz annehmen und sich ganz aufeinander und füreinander einlassen in Erwartung einer gemeinsamen Zukunft. Hoffnung für diese Zukunft schöpfen sie immer wieder aus dem Vertrauen auf Gott. So wie sie sich voneinander angenommen und geliebt fühlen, spüren und erleben gläubige Menschen sich von Gott unbedingt angenommen als geliebter Mensch. In ihrer Liebe als Mann und Frau erfahren und verwirklichen Christen etwas von der Liebe Gottes zu den Menschen und empfinden gleichzeitig diese Liebe als ein großartiges Geschenk Gottes. Gerade in Situationen, in denen ihr Leben leidvoll an Grenzen stößt, können diese Erfahrungen wieder Mut und Hoffnung machen.am Anfang haben sie sich kennen gelernt, sie hatten Sympathie füreinander, haben ihre Liebe zueinander entdeckt und gefunden – wie einen Schatz im Acker, wie eine wertvolle Perle. Nun sind sie in ihrem gemeinsamen Weg so weit gegangen, dass sie sagen wollen: „Ja, wir trauen uns." Bei ihrer Hochzeit werden sie es laut vor der versammelten Festgemeinde und voreinander aussprechen. Sie schließen damit den Bund ihrer Ehe, den Bund für das Leben.
Aus diesem Grund spricht die Kirche vom Sakrament der Ehe. Sakramente sind Zeichen für die Nähe Gottes. In ihnen wird deutlich, was man „eigentlich" nicht sehen kann: Liebe, Zuneigung, Treue, Verlässlichkeit, Respekt, Anerkennung. Sie bezeichnen das, was Gott an und für die Menschen tut, und gleichzeitig bewirken sie das, was sie darstellen. So wie sich Partner immer wieder um einander bemühen und sich lieben, so will auch Gott für die Menschen da sein und sie lieben.
Wenn sie am Tag ihrer Hochzeit den Bund der Ehe miteinander schließen, dann stellen sie ihren gemeinsamen Lebensweg mit allen Höhen und Tiefen unter den Segen Gottes, der uns Menschen zusagt: „Ich bin bei euch, alle Tage bis zum Ende der Welt."

Merkliste zur Vorbereitung der Trauung (to do)

Was ist noch zu tun?
Frühzeitige Kontaktaufnahme mit unserem Pfarrbüro und dem Pfarrrbüro ihrer römisch katholischen Heimatgemeinde.
Die Termine für das Traugespräch und für die Hochzeit frühzeitig abklären.
„Taufschein zum Zweck der Eheschließung" beim Taufpfarramt bestellen. Dieser darf nicht älter als sechs Monate sein.
Angebote der kirchlichen Ehevorbereitung suchen. Es gibt diverse Ehevorbereitungskurse auch in ihrem Bistum oder ihrer Diözese.
Zivile Eheschließung: Termin und nötige Unterlagen beim Standesamt abklären.
Traugespräch mit dem Priester führen.
Der Pfarrer ihrer Heimatpfarrei lädt sie zu einem ersten Gespräch ein. Dabei wird das Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt, es werden unter anderem die Personalien erfasst und wesentliche Fragen zur christlichen Ehe besprochen. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe für dieses Gespräch. Erzählen sie von sich, von ihrem Kennenlernen und dem bisherigen Weg ihrer Partnerschaft.
Bei einem Gespräch vor der Trauung wird der Gottesdienst besprochen, wie er auf Mallorca gefeiert werden soll.

Ehevorbereitungskurs (Brautleutetag) und Beichte
Ehevorbereitungskurse werden vom Bistum oder von religiösen Gemeinschaften angeboten.

Eine besonders intensive Vorbereitung auf ihre Trauung kann ein Beichtgespräch sein. Hier geht es darum, auf sein Leben zu blicken, damit sie mit sich selbst, mit ihren Mitmenschen und mit Gott versöhnt sind, wenn sie ihren Bund fürs Leben schließen.
Kontakt zum Organisten oder Musikgruppe: Stimmen Sie sich frühzeitig mit dem Organisten oder der Musikgruppe ab.
Denken Sie daran, dass kein Konzert während des Gottesdienstes aufgeführt werden soll, sondern sich die Lieder in den Gottesdienst einfügen müssen.
Für den Trauungsgottesdienst ist es sinnvoll ein eigenes Programmheft oder Liedblatt zu erstellen. Es nimmt die Lieder, Texte oder auch Bilder auf, die für die gottesdienstliche Feier wichtig sind.


Auf dem Weg zur Trauung: Formen der Trauungsfeier
Die Feier der Trauung in einer Messe
Die Eheschließung katholischer Ehepartner findet nach Möglichkeit innerhalb einer Eucharistiefeier statt, da die Ehe ein Abbild des Bundes zwischen Christus und seiner Kirche ist und in der Eucharistie das Gedächtnis dieses Bundes gefeiert wird. Wenn Brautleute dem Leben der Kirche fern stehen oder nicht kommunizieren wollen, sollte überlegt werden, ob eine Messfeier angebracht ist. Dies wird im Vorbereitungsgespräch mit dem Priester zu klären sein. Die Feier der Trauung in einer Messe besteht aus den Teilen: Eröffnung, Wortfeier, Feier der Trauung, Eucharistiefeier, Abschluss.

Die Feier der Trauung in einem feierlichen Wortgottesdienst
Die Trauung wird in einem Wortgottesdienst gefeiert, wenn die Trauung in einer Messe nicht möglich oder nicht angemessen erscheint. Dies ist der Fall, wenn einen ein Ehegatte katholischer Christ und der andere nichtkatholischer Christ ist. Die Feier der Trauung in einem feierlichen Wortgottesdienst empfiehlt sich, wenn sich die Brautleute vom Leben der Kirche entfernt haben oder nicht kommunizieren wollen.
Die Feier der Trauung in einem Wortgottesdienst hat folgende Ordnung: Eröffnung, Wortfeier, Feier der Trauung, Abschluss.
Die Gestaltung des Gottesdienstes: Elemente der Feier und eigene Wünsche.
Diese Aufstellung des Ablaufes des Trauungsgottesdienstes möchte ihnen bei der Gestaltung ihrer Feier helfen. Besprechen sie den Ablauf des Gottesdienstes am besten beim Gespräch mit ihrem Priester.
Heilige Worte und Zeichen: Vermählung durch den Vermählungsspruch
Der Höhepunkt des Trauungsgottesdienstes ist der Vermählungsspruch, den sich Braut und Bräutigam zusagen.

Der Priester spricht: 

So schließen Sie jetzt vor Gott und vor der Kirche den Bund der Ehe, indem Sie das Vermählungswort sprechen. Dann stecken Sie einander den Ring der Treue an.
Die Brautleute wenden sich einander zu:
Bräutigam: N., vor Gottes Angesicht
nehme ich dich an als meine Frau.
Ich verspreche dir die Treue
in guten und bösen Tagen,
in Gesundheit und Krankheit,
bis der Tod uns scheidet.
Ich will dich lieben, achten und ehren
alle Tage meines Lebens.
Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Braut: N., vor Gottes Angesicht
nehme ich dich an als meinen Mann.
Ich verspreche dir die Treue
in guten und bösen Tagen,
in Gesundheit und Krankheit,
bis der Tod uns scheidet.
Ich will dich lieben, achten und ehren
alle Tage meines Lebens.
Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.


Die Hochzeit soll unverwechselbar sein: 

Vorschläge für Lesungs- und Evangeliumstexte
Lesungstexte aus dem Alten Testament
Gen 1,26-28.31a
Gott schuf den Menschen als sein   Abbild.
Rut 1,14b-17
Wo du hingehst, will auch ich   hingehen.
Tob 8,4b-8
Hab Erbarmen und lass uns ein hohes   Alter erreichen.
Hld 8,6-7
Leg mich wie ein Siegel an dein Herz.
Jes 43,2-5
Ich habe dich beim Namen gerufen.
Gen 2,18-24
Es ist nicht gut, dass der Mensch   alleine bleibt.
Hld 2,8-10; 8,6ff.
Geliebte und Geliebter über die Liebe.
Koh 4,9-12
Vom Leben zu zweit.
Jes 35,1-10
Habt Mut, fürchtet euch nicht.
Jer 29,11-14
Gott ist für die Menschen.
Jer 31,31-34
Der neue Bund
Sir 18,1-14
Die Größe Gottes
Spr 3,3-6
Liebe, Treue und der Herr
Lesungstexte aus dem Neuen Testament
Röm 15,1b-31.5-7.13
Nehmt einander an, wie Christus uns   angenommen hat.
1Kor 12,31-13,8a
Das Hohelied der Liebe
Phil 4,4-9
Der Gott des Friedens will mit euch   sein
Kol 3,12-17
Vor allem liebt einander, denn die   Liebe ist das Band...
Hebr 13,1-4a.5-6b
Die Ehe soll in Ehren gehalten werden
1Joh 4,7-12
Gott ist die Liebe
Schrifttexte aus den Evangelien:
Mt 5,1-12
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im   Himmel wird groß sein
Mt 19,3-6
Was Gott verbunden hat, das darf der   Mensch nicht trennen.
Mt 22,35-40
Das ist das wichtigste und erste   Gebot: Liebet einander!
Mt 25,14-30
Das Gleichnis vom anvertrauten Geld
Mk 11,20-26xxx
Vom Glauben
Lk 8,22-25
Der Sturm auf dem See
Lk 24,13-26
Die Begegnung mit dem Auferstandenen
Joh 2,1-12
Die Hochzeit zu Kana
Joh 15,9-12
Bleibt in meiner Liebe!







Gebet des Brautpaares:
Da ist jemand neben mir,
der kann schweigen und hören,
kann den Rhythmus meiner Schritte teilen
und mir Zeit lassen zum Nachdenken.
Wir können unsere Gedanken
nebeneinander legen,
verschenken,
annehmen,
weiterführen,
verwerfen
oder festhalten.
Wir dürfen deinen Heiligen Geist,
Gott, spüren,
der mit uns geht,
der in uns lebt,
während wir uns einander zuwenden
und dir schweigend Raum geben.
Ein Stückchen Himmel
neigt sich uns entgegen
und eine Ahnung von Weite
und Glück.
Danke,
dass Du uns
zusammengeführt hast.
Amen.